Frozen - Making of

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    Vor einigen Wochen, als ganz Deutschland mit zweistelligen Minusgraden zu kämpfen hatte und unter eine dichte Schneedecke gehüllt war, erkundeten wir einen alten Schieferstollen, in dem alles schockgefrostet schien. Man muss wissen dass es Untertage normalerweise immer um die 8 Grad hat, weswegen es dort üblicherweise kein Eis gibt. Diese Mine bzw. diese Sohle der Mine aber saugt durch die sehr spezielle Bewetterung im Winter die kalte Aussenluft regelrecht an und durch den extremen Luftstrom friert alles an Wasser darin. Auch jenes, welches sich von den oberen, wärmeren Sohlen seinen Weg nach unten bahnt. Deswegen kann man dort auch getrost die Fledermausschutzzeit missachten, denn diese Tiere würden in diesem Stollen bei der Überwinterung erfrieren. Wir waren etliche Stunden im Berg und waren am Ende extrem durchgefroren wegen des unangenehmen Luftsogs und der frostigen Aussentemperaturen.

    Ich war aber vor allem sehr froh dass all mein Equipment den Dreh über die geplante Dauer überstanden hat. Alle Akkus waren gegen Ende leer, aber alles funktionierte wie es sollte, was bei diesen Bedingungen keine Selbstverständlichkeit ist. Unsere Sorge, wir würden durch das Eis einbrechen, war zwar begründet, aber das Eis war mehrschichtig. Beim Mundloch etwa war obenauf eine weiche Eisschicht (dort ist frisch nachgelaufenes Wasser über der Eisschicht gerade neu am gefrieren gewesen) die sich sehr unheimlich anfühlte, aber darunter war nochmal sehr dickes Eis, welches uns problemlos trug. Das Eis im Inneren der Mine war aber hart wie Glas. Und rutschig. Jeder von uns hat sich mehrmals hingelegt. Nachlaufendes Wasser von oben gefror teilweise vor unseren Augen.

    Eine surreale Exkursion, die ich nie vergessen werde.

  • Wow, wie immer ein richtig cooles Video, stimmungsvoll in Szene gesetzt ...


    Vielen Dank dafür das Du mich/uns an solchen Orten teilhaben läßt und dann auch noch auf diese Art und Weise!


    Die Terminator-Kamera-Fernsteuerung ist spooky, hättest noch ein rot glühendes Auge reinmontieren sollen :)


    ::Archimedes

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    Heureka! Ich hab's gefunden!
    Archimedes (287 - 212 v. Chr.)


  • Ja, ich hab mich zwischendurch auch ein wenig wie ein Cyborg gefühlt. Aber auch wenn es in dem Fall äusserst praktisch war, fordert es das Gehirn extrem. Das Bild hat über die Funkstrecke ein minimales Lag, was aber das Gehirn extrem verwirrt, wenn ein Auge mit nahezu einer Zehntelsekunde Verzögerung Bilder bekommt. Ich hatte jedenfalls nach den 7 oder 8 Stunden wirklich krasse Kopfschmerzen. Ob das nun vom zu engen Helm unter den 2 Mützen, dem kalten Luftsog oder der Verwirrung durch die ambivalente Bildinformation aus 2 Kanälen kam weiß ich nicht. Vermutlich hat alles zusammengespielt.


    Solange in Watthosen rumzulaufen welche die Bewegung recht einschränken ist übrigens auch kein Vergnügen, zumal ich statt einer Nicht-Neonpren-Watthose lieber eine richtige Thermohose angehabt hätte. Die hätte aber nicht unter die Watthose gepasst.

    Aber uns war das Risiko gleich zu Beginn in hüfthohes Wasser einzubrechen dann doch zu groß. Das hätte bei den Aussentemperaturen und den 2 Kilometern Rückweg bis zum Auto durchaus brenzlig werden können.